Kundenprojekt: Gesundheit & MedTech
Konzept-Mockup · fiktive Klient-Daten
Eine Kardiologin schaut nicht auf vierzehn Patienten. Sie schaut auf die drei, die warten können nicht.
CARDIA ist die Telemedizin-Plattform des Vita-Cor Praxis-Verbunds in Berlin, Potsdam, Leipzig und Halle. Vier Praxen, eine gemeinsame Akte, ML-Pre-Screening für die Triage-Wache. Patient nimmt EKG mit der Smartwatch auf, die Kardiologin sieht die Liste mit drei critical zuerst, fünf warn danach, sechs normal zum Abhaken. Vom Lead I zum Behandlungs-Plan in einem Cockpit.
Das Problem
Patient trägt seit Wochen eine Smartwatch, die EKG aufnimmt. Die Daten laufen in vier Apps, keine davon spricht mit der Praxis. Der Kardiologe ruft den Patienten manuell an, weil die Watch eine Auffälligkeit zeigt. Drei Tage später liegt das Lead I in der Akte, ausgedruckt. Vier Praxen im Verbund, vier Befund-Workflows, kein gemeinsamer Triage-Blick.
Unser Ansatz
Eine Plattform mit Mobile-First für den Patienten und Desktop-Cockpit für den Diensthabenden. Smartwatch-EKG kommt per HealthKit-Bridge in die gemeinsame Akte, ML-Pre-Screening sortiert nach critical, warn und normal, der Kardiologe springt vom Triage-Listeneintrag in den Vital-Verlauf und schreibt den Befund im selben Layer.
Das Ergebnis
Vierzehn Patienten pro Triage-Schicht, drei critical werden in unter neunzig Sekunden gesichtet. ML-Konfidenz im Median 94 Prozent, false positives unter sechs Prozent. Befund-Time-to-Decision von zweiundzwanzig auf dreizehn Minuten minus 42 Prozent. Vier Praxen, eine Akte, kein Faxgerät mehr für EKG-Befunde.
Die Ausgangslage
Ein Praxis-Verbund hat vier Standorte, eine gemeinsame Akte und keine gemeinsame Triage.
Vita-Cor ist seit 2024 ein Verbund aus vier kardiologischen Praxen in Berlin-Pankow, Potsdam-West, Leipzig-Mitte und Halle-Neustadt. Sechzehn Kardiologen, achtundzwanzig MFA, gemeinsame Patientenakte über CGM Medistar. Dr. Theresa Bading ist leitende Kardiologin am Standort Berlin und seit der Verbund-Gründung verantwortlich für das digitale Backbone.
Drei Probleme stapelten sich. Erstens trugen achthundert Patienten eine Apple Watch oder Wear-OS-Geraet mit EKG-Funktion, ohne dass die Aufnahmen in der Akte landeten. Zweitens machte der Diensthabende jede Triage manuell, das hieß vierzehn Lead-I-PDFs öffnen, jede Variabilität nachrechnen, dann anrufen oder einbestellen. Drittens war der Befund-Versand zwischen den vier Praxen ein Mix aus KIM, Telefonat und Fax.
Dr. Bading hat den Brief geschrieben. Nicht an den Verbund, sondern an SnapSite. Eine Plattform, die mit Sinus rechnet, schrieb sie. Die kennt die Variabilitäts-Norm pro Altersbereich, die kann ein P-Welle-Morphologie-Anomaly markieren und die packt das in eine Triage-Liste, die der Diensthabende in einer Minute überblickt. Drei Monate später startete der Pilot. CARDIA war geboren.
Doctor-Cockpit Triage-Wache · vierzehn Patienten heute · drei critical zuerst · ML-Pre-Screening mit Modell cardia-v3.2 · Live-Feed an
Die Lösung
Vier Layer. Ein Cockpit. Vom Wohnzimmer bis ins Sprechzimmer.
Patient-App Mobile-First
Apple Watch und Wear-OS senden EKG-Rohdaten per HealthKit-Bridge. Patient sieht Heute-View mit letztem Lead, Mini-KPIs für Schritte, Ruhe-Puls und Schlaf. Aufnahme-Modus mit Pulse-Ring und Live-BPM, zwei Minuten Lead I, Signal-Qualität klar.
ML-Pre-Screening
Modell cardia-v3.2 klassifiziert jede Aufnahme in critical, warn oder normal. ML-Score von 0 bis 100 mit Konfidenz-Median 94 Prozent. P-Welle-Morphologie, QRS-Aufweitung und Pausen-Detektion werden mit Marker im Lead I annotiert.
Doctor-Cockpit
Triage-Wache mit vierzehn Patienten der Schicht, sortiert nach Priorität. Patient-Detail mit Vital-Sign-Timeline dreissig Tage, EKG-Trace mit Anomaly-Markern und Behandlungs-Plan-Panel rechts. Notiz-Editor inline, Befund mit zwei Klicks.
Befund-Flow
Befund signiert und per KIM an Hausarzt verschickt. Patient sieht Befund-Status in der App, Termin-Vorschlag mit Smart-Slot-Picker. Medikation und Termin-Verlauf in der gemeinsamen Akte, alle vier Praxen synchron.
Patient-App
Drei Screens. Vom Onboarding bis zur Aufnahme.
Mobile-First für 414 mal 896. Abgerundete Karten, ruhige Typo, keine Health-Bot-Flammen. Patient soll sich an die App gewöhnen, nicht von ihr beobachtet fühlen.
Step 3 von 4 · mit Vita-Cor Berlin verbinden
Onboarding mit Praxis-Verbindung
Letztes EKG vor 14 Stunden · Sinus normal
Heute · letzter Befund und Termin
Live BPM 74 · 00:38 von 02:00 Lead I
Aufnahme-Modus mit Pulse-Ring
Im Cockpit
Ein Bildschirm, der zwölf Klicks ersetzt.
Friedrich Mahler · 62 Jahre · ML-Score 31 critical.
P-104.218, geboren 14.03.1964, Berlin-Pankow. Versicherung Techniker KK, Hausarzt Dr. Pott. Vital-Sign-Timeline dreissig Tage links, EKG-Trace mit zwei ML-markierten Anomalien in der Mitte, Behandlungs-Plan rechts. Bisoprolol 5 mg, Apixaban 5 mg, Ramipril 2,5 mg, aktiv seit April 2026. Anomaly 1 bei 00:24 mit 96 Prozent Konfidenz: P-Welle morphologisch verändert. Anomaly 2 bei 01:08 mit 91 Prozent Konfidenz: Pause 1,8 Sekunden. Dr. Bading öffnet die Vital-Timeline, sieht den fallenden Variabilitäts-Trend, signiert den Befund und vereinbart den Termin für Mittwoch 14:30. Drei Minuten, ein Patient, eine Entscheidung.
Patienten pro Triage-Schicht
ML-Konfidenz im Median
Befund-Time-to-Decision
Praxen im Pilot-Verbund
Technologie und Umsetzung
“Meine Triage-Wache fängt nicht mehr mit vierzehn PDFs an. Sie fängt mit drei Namen an, die wir sofort sehen müssen. Der Rest fällt in die richtige Reihenfolge.”
Dr. Theresa Bading
Leitende Kardiologin · Vita-Cor Praxis-Verbund Berlin
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